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 Drama in Winnenden
  Schüler richtet Blutbad an Schule an
   von Manuel Zemsky am 13.03.2009 um 18:24 Uhr

Nach einiger Überlegung und Diskussion in der Redaktion haben wir uns dazu entschieden, die Vorfälle um den Amoklauf in Winnenden dennoch aufzugreifen und zu beleuchten. Das Thema bewegt auch die Schüler in der Realschule Rain. Graffiti distanziert sich aber AUSDRÜCKLICH von Sensationsjournalismus und findet Videos die bspw. die letzten Sekunden im Leben des Amokläufers zeigen geschmacklos! Für ausführliche aktuelle Informationen verweisen wir an die üblichen seriösen Nachrichtenquellen.

Die Albertville-Realschule in Winnenden - eine Schule mit ca. 580 Schülern und ca. 32 Lehrern liegt etwa 20km nordöstlich von Stuttgart. Am 11.03.2009 gegen 9:30 Uhr beginnt das Drama. Ein ehemaliger Schüler der Schule (17 Jahre) stürmt die Schule in der schwäbischen Provinz. Die Polizei erhält um 9:33 Uhr also nur etwa 3 Minuten nach Beginn des Amoklaufs einen Notruf. Sofort sind zwei Einsatzteams vor Ort. Als der Täter die Beamten eintreffen hört, eröffnet er sofort das Feuer auf Sie und flüchtet aus der Schule. Auf dem Weg aus der Schule richtet er noch weitere Lehrer der Schule. Insgesamt erschießt der Schüler 15 Menschen in der Schule und auf der anschließenden Flucht vor der Polizei. Die Opfer sind zumeist weiblich. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass er eine Freundin hatte, diese aber vor einigen Tagen die Beziehung beendet hat. Ist dadurch ein Hass auf Frauen beim Täter entstanden - diese Frage soll im Polizeibericht geklärt werden. In der Schule selbst wird kurz nach Beginn durch eine Schlüsselbotschaft von der Rektorin das Lehrerkollegium, das gerade noch Unterricht hält gewarnt. Geistesgegenwärtig verbarrikadieren die Lehrer die Türen der Klassenzimmer. Vor allem das beherzte Eingreifen einer Pädagogin verhindert vermutlich schlimmeres. Nachdem der Täter mehrere Schüler ihrer Klasse getötet hat und seine Waffe im Gang nachladen will, verschließt sie blitzschnell die Türe und rettet somit vermutlich weiteren Schülern das Leben. In der Zwischenzeit sind über 1000 Polizeikräfte, dutzende Rettungskräfte von Rotem Kreuz sowie ein Sondereinsatzkommando aus Göppingen vor Ort. Polizeihubschrauber kreisen über der Schule. Dem Amokläufer gelingt dennoch die Flucht. Auf seiner Flucht tötet er zunächst einen Mitarbeiter eines psychatrischen Krankenhauses, später noch 2 Mitarbeiter eines Autohauses. Er fordert einen Autofahrer unter vorgehaltener Waffe auf, mit dem Auto in Richtung A8 zu flüchten. Die Polizei errichtet unterdessen Absperrungen um den Fluchtwagen zu stoppen. An einer Kontrollstelle der Polizei greift der Fahrer des Wagens dann beherzt ein, steuert den Wagen gegen die Leitplanke und springt aus dem fahrenden Auto. Der Täter flüchtet weiter zu Fuß in Richtung Gewerbegebiet. Im Gewerbegebiet Wendlingen kommt es zu weiteren Schusswechseln. Ein Schuss trifft den Täter am Fuß und verwundet Ihn. Der Amokläufer richtet die Waffe gegen sich selbst, als er die ausweglose Situation begreift. Die Beamten finden in der Kleidung des ehemaligen Schülers noch 109 Schüsse Munition - zuvor hatte er schon 112 Schüsse abgegeben. Die Waffe hatte er von seinem Vater entwendet, der Sportschütze ist. Ihn erwartet eine Anzeige wegen unzureichender Aufbewahrung der Waffe. Der Täter selbst wird aus unauffälliger Schüler bezeichnet. Seine Eltern reich, wenig Freunde aber immerhin die Mittlere Reife bestanden und einen Ausbildungsplatz erreicht. Warum? - Das ist die Frage, die sich vor allem die Schüler der Albertville-Realschule stellen wird sich hoffentlich in den nächsten Tagen klären. Unmittelbar nach der Tat bieten Schüler des Gutenberg-Gymnasiums in Erfurt den Schülern der Albertville Realschule an, nach Winnenden zu kommen um die Schüler zu unterstützen. Diese hatten selbst einen Amoklauf im Jahr 2002 erlebt.

Graffiti verzichtet im Bericht auf die Nennung der realen Namen sowie auf eine detailliertere Schilderung der Ereignisse zum derzeitigen Stand. Viele Details sind ohnehin nicht Themenrelevant. Ferner nehmen wir hier vor allem auch Rücksicht gegen die zumeist jungen Leser unserer Online-Ausgabe. Eine weitere Nachberichterstattung mit weiteren Erkenntnissen zum Thema erhaltet ihr in den nächsten Tagen und Wochen.

Die Redaktion der Schülerzeitung ist wie auch die ganze Realschule Rain in Gedanken bei den Opfern des Amoklaufs in Winnenden.

Was sind euere Meinungen zu diesem Thema? - Was soll mit den Tätern gemacht werden? - Schreibt einfach einen Kommentar in die Komment-Box.

 

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